Ausgabe 213: Podcast SchrulliKulli (21.03.2013)

veröffentlicht am 21. 3. 2013 durch qmtvpodcast
"Nicht mehr so muffig, aber weniger intim" - so geht es derzeit im Quotenmeter.de-TV-Podcast zu. Sidney Schering (Sir Donnerbolds Bagatellen), Julian Miller, Manuel Nunez Sanchez und Antje Wessels (Buy-a-Movie.de) wischen bei uns einfach mal feuchtfröhlich durch und rufen den „Podcast SchrulliKulli“ aus - einen einmaligen Blick auf die neue ProSieben-Show «Circus HalliGalli». Wie schneidet das neue Format mit Joko & Klaas im Vergleich zu ihren bisherigen Shows ab? Wie sind die Quoten? Wird die Sendung ihrem Hype gerecht?
Darüber hinaus gibt es TV-Tipps, Kurznachrichten und die Tops und Flops der Medienwoche. Sowie eine exklusive Vorschau auf ein neues Hitformat.

Wir verwenden unter anderem Musik von Dan-O at DanoSongs.com

00:00 Jules Millerowski in: "HalliGalli, Quotenmeter!" // 01:20 Begrüßung // 02:50 Werbung zu «Circus HalliGalli», der Hype um die Show und unser erster Eindruck // 16:17 Wie sind die Kritiker-Reaktionen? Kommerzialisieren sich Joko & Klaas? // 40:57 Tops und Flops // 52:28 Wie sind die Quoten? Ist «Circus HalliGalli» ein Prestigeprojekt? // 1:08:42 EXKLUSIVTRAILER: «Die DanceDetektive» // 1:10:00 Kurzmeldungen & TV-Tipps // 1:28:20 Der bisher beste «Circus HalliGalli»-Einspieler // 1:40:10 «Circus HalliGalli» vs. «neoParadise» // 1:46:24 Chaos!@#?!

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Alle Kommentare
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  1. jay schreibt:
    Joko und Klaas sind so anarchisch, dass die Sparkasse sie als Werbegesichter gebucht hat. Also auf der Anarchoskala zwischen Flori Silbereisen und Klaus Cleber.
    Elitär? In Hundescheiße treten und Elton vs Simon reloaded? Elitär war Harald Schmidt vor Jahren.
    Das einzige was bei Joko und KLaas gut ankommt sind die Einspieler, weil sie weder selbst lustig sind noch etwas lustig rüberbringen können, wie der Standup und die Interviews zeigen. Sobald die Zuschauer also die ewigen Wettbewerbe nicht mehr mögen sind beide weg vom Fenster.
  2. postler schreibt:
    @jay: sehr gute Analyse, kann dir nur zustimmen.

    Im Podcast sind Begriffe wie elitär, anarchisch gefallen. Ich finde die Sendung weitestgehend einfach nur infantil. Sendungen wie Elton vs. Simon sind zwar auch infantil, aber hier finde ich es lustig, weil Elton und Simon als Normalos rüberkommen, die infantile Sachen machen, die auch eine persönliche Überwindung kosten. Bei Joko und Klaas habe ich den Eindruck, dass sie einfach noch infantil sind. Und es ist nicht lustig wenn infantile Menschen infantile Sachen machen.

    Ferner sind viele Szenen einfach nur (schlecht) geschauspielert: da fängt einer im Auto während der Fahrt an Fisch zu räuchern, J&K tun so als würden sie schlafen. Irgendwann ist der Fisch halb fertig, sie "wachen auf" und schmeissen den Griller "empört" aus dem Auto. Wer findet sowas lustig? 10-13 Jährige?
  3. Mavs schreibt:
    Klasse Podcast, weiter so :D
  4. postler schreibt:
    Klaas war letzens bei Markus Lanz und wurde auf die Szene mit dem Grillen im Auto angesprochen. Sogar der Lanz hat gemerkt, dass diese Szene wohl eine Verarsche war, was Klaas aber nicht zugeben wollte und sich stattdessen nur rausredete. Keine Spur von Selbstironie oder Augenzwinkern..
  5. Joe schreibt:
    Auch ich finde Joko und Klaas eher kindisch und albern. Da passt der Podcast diesmal gut dazu. Schwache Leistung. Nächstes mal bitte ein bissl weniger albern!
  6. Der Mann ohne Namen schreibt:
    So verschieden können die Meinungen sein. Ich finde, dass die Metaebene bei Joko und Klaas nicht immer aufgeht, aber sehr wohl prominent genug ist, um sie eben nicht als kindisch abzustempeln. Und dieser Podcast ist eine ambitionierte, durchdachte Befassung mit dem Thema. Am besten war der Trailer, tolle Satire der deutschen Vorabendlandschaft.
  7. Marie schreibt:
    Also mir hat diese Ausgabe sehr gut gefallen! War unterhaltsam und das "Chaos" passt doch zum Thema CircusHalliGalli..Weiter so!
  8. Sidney schreibt:
    @ postler:

    Es stimmt, dass Joko & Klaas in ihren Wettbewerben das Bodenständige von Elton & Simon abgeht. Während bei letzterem Duo viel des Witzes dadurch entsteht, dass sich Elton & Simon selbst schämen (Elton aufgrund der Aufgaben, Simon aufgrund seiner Ideen, wie er sie löst), quälen Joko & Klaas ihr Gegenüber mit perfider, kindischer Freude. Dies ist korrekt. Und betrachtet man nur dies, kann ich sehen, weshalb man Joko & Klaas als das infantilere Paar einstuft.

    Mich erstaunt es allerdings, dass die Ebene "Wir schämen uns und versuchen, dies zu überwinden und vielleicht auch unsere Würde zu behalten" von "Elton vs. Simon" bei dir als Argument gegen die Infantilität des Formats aufgeht, nicht aber die Meta-Inszenierungselemente von Joko & Klaas. Ich hätte blind vermutet, dass jemand, der bei "Elton vs. Simon" die Ebene sieht, die dieses Format von rein peinlicher Unterhaltung abhebt, auch bei Joko & Klaas das Element des Besonderen zu schätzen weiß.

    Denn für mich entschulden diese Meta- und Dramatisierungseffekte die Albernheiten der Akteure offensichtlicher und stärker als die besagte Dynamik von "Elton vs. Simon". War diese Show (zumindest in den ursprünglichen "Doku"-Staffeln) für mich ein Guilty Pleasure der Kategorie "Eigentlich müsste das Proleten-Fernsehen sein, doch dank der Akteure hat es einen wohligen, cleveren Charme" hat "Circus HalliGalli", zumindest für mich, keinerlei Guilty-Pleasure-Anleihen mehr, da Joko & Klaas ihre Blödeleien nicht etwa mit Würde ertragen, sondern auf einem Niveau kommentieren und einordnen, welches man bei so einem Humor eigentlich nicht erwarten darf. Und dies ist für mich auch einer der Gründe, weshalb ich deren Shows als Anarcho-TV sehe - Chaos mit Anspruch (oder Anspruch mit Niveaulosigkeit?) ist schlichtweg ein Angriff auf die üblichen Kategorisierungsversuche des Fernsehens.

    In der ersten CHG-Folge etwa gewinnt der "Ja-Sager"-Beitrag durch die Off-Interviews (eine nette Idee, diese 'Wenn ich du wäre'-Variante aufzufrischen) eine zweite Ebene, da diese "Deppen", die während des Rumblödelns im Karneval kaum nachdenken, ihr Handeln neu kommentieren und auch ganz offen mit der Inszenierung umgehen ("Als wenn die Frau von alleine auf die Idee kommt, mich mit Ketchup vollzusudeln ..?!" -"Ja!"). Klaas' Off-Kommentar während Joko betroffen mitansieht, wie sein Facebook-Account mit enttäuschten Kommentaren zugespamt wird, imitiert die Betroffenheitsreportagen über den Stand der Jugend in Kulturkanälen und persifliert die Hohlheit des Vorhergegangenen (indem augenzwinkernd aus dem Nichts eine Fallhöhe konstruiert wird). Erstaunlicher noch: Dieser Kommentar macht zugleich klar, dass der digitale Gesichtsverlust für Joko weitaus schlimmer ist als das vorherige Rumtölpeln. Das hat man sich so zwar während des Drehs garantiert nicht gedacht, aber in der Finalfolge von "neoParadise" gab man ja unverblümt zu, das Drehmaterial gerne auch in der Postproduktion zu reevaluieren und eine Struktur zu kreieren, die vor dem Schnitt nicht da war.

    Wenn man einen Einspieler schon zum Zweiteiler macht, so ist es sinnig, am "dramatischen Höhepunkt" den Cliffhanger zu setzen - und die Aufgabe, sich bei Facebook zu blamieren, ist in unserer Gesellschaft härter, als sich von TV-Kameras umgeben und mit einem hämisch lachenden Begleiter im Karneval zum Affen zu machen, da diese Aktion von Passanten eingeordnet werden kann. Die Facebook-Sache wiederum wird für bare Münze genommen, da die Rezipienten von Jokos Kommentar den Kontext nicht erahnen.

    Klar, der Einspieler machte es sich nicht zur alleinigen Aufgabe, dies zu erörtern. Und auf jeden Funken Genialität bei Joko & Klaas kommt ein Eimer Kindergeburtstag - deshalb kann ich verstehen, wenn es nicht jedermanns Bier ist.

    Nur überrascht es mich, wenn jemand Elton & Simon ihre Banalitäten verzeihen kann, nicht aber Joko & Klaas. Nicht, dass ich diese Wertung verurteile, gute Güte! Aufgrund der genannten Aspekte hätte ich nur erwartet, dass man eher Joko & Klaas einen Freifahrtsschein gibt als Elton & Simon. Nun sehe ich aber, dass auch die umgekehrte Wertung möglich ist. Und auch wenn ich es schade finde (da ich, wie man im Podcast ja hört, meinen Spaß an CHG habe), so respektiere ich es - nicht zuletzt, weil ich mich auch ein wenig freue, wenn "Elton vs. Simon" ein Lob erhält. Die Grimme-Nominierung wurde seinerzeit meiner Beobachtung nach ja sehr belächelt, also ist es irgendwie hübsch, wenn nun ein Podcast-Hörer dieses Format über CHG stellt.

    Und wenn ich dich nun dazu bringen konnte, CHG mit anderen Augen zu sehen, dann ist auch das gut. Alternativ ist dieser Kommentar für dich eine ellenlange Überinterpretation einer infantilen Show. Lass mich wissen, wo sich deine Reaktion einpendelt. Ich bin ganz ehrlich gespannt! :-)
  9. Robin schreibt:
    Klasse Folge, hab mich herrlich amüsiert! Weiter so!!
  10. postler schreibt:
    @Sidney

    Habe nicht gesagt, dass Elton vs. Simon besser als CHG ist, sondern dass ich die Blödeleien bei Elton vs. Simon lustiger finde und ich den Grund dafür an den beteiligten Personen festmache ("Normalos" gg. "Proleten"). Beide Sendungen finde ich alles andere als preiswürdig, dann schon eher Formate wie Switch, Comedystreet etc. Ist vielleicht so wie mit Wetten Dass? Als der Tommy noch moderierte bin ich manchmal beim Zappen hängengeblieben, doch seit der Lanz das macht, schalte ich gleich weiter. Bei BB würde man jetzt sagen "Gottschalk war für mich authentisch, Lanz ist einfach nur ein Schauspieler".

    Elitär, Anarcho-TV.. Meintest du hier die anklingende "Sozialkritik" beim Beitrag von der Büttenrede oder dem Facebook-Eintrag? Bei der Szene mit der Büttenrede frage ich mich, wieso reichte es nicht die Büttenrede einfach so zu zeigen, wieso musste man danach noch Gäste fragen, wie sie diese fanden? Ist diese Nachbetrachtung notwendig, weil ansonsten der "Witz" nicht aufgeht? Weil die Büttenrede ansich zu schwach ist? Wenn Simon Leute auf der Straße verarscht, geht er ja auch nicht danach hin und fragt, wie sich fühlen. Nein, die Verarschung an sich und die Gesichtsausdrücke der Beteiligten genügen vollkommen, dass der Witz aufgeht. Also meiner Meinung nach kann man die Off-Kommentare (Metaebene?) bei CHG als eine Schwäche vieler Szenen werten, die sich alleine nicht tragen. Wie die Klatscher bei Harald Schmidt, die dem Zuschauer sagen: "so das war jetzt witzig".
  11. Marcel schreibt:
    Toller Podcast! hat mich super unterhalten!

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